Hermann Prüßmann
20.01.2022
31.12.2030
18:30 - 00:00 Uhr
Artothek
1 Plätze verfügbar
Hermann Prüßmann, gebürtig aus Mühlheim an der Ruhr, absolvierte sein Kunststudium an der Kunstakademie Dresden und war dort Meisterschüler von Otto Dix. In den 1930er Jahren kehrte er nach Mühlheim zurück und arbeitete als freischaffender Künstler. Regelmäßig fuhr er in dieser Zeit auch ins Emsland, vor allem auf den Hümmling, wo einige Zeichnungen, Radierungen, Aquarelle und Ölgemälde entstanden.
Ein langer, schmaler Weg führt durch sandiges, ödes Heideland zu einer Windmühle. Der Betrachter schaut von schräg unten auf die fernliegende Mühle und erkennt das Stellwerk samt den großen Flügeln, die in Windrichtung gestellt wurden. Der Winde scheint ziemlich stark zu sein, da bizarr geformte Wolkenfelder am Himmel auftauchen.
Prüßmann hat die Landschaft in individueller Zeichenmanier wiedergegeben. Mit feinen Schraffuren und Punktierungen bildet er die zerfurchte Heidefläche ab. Die Hauptfunktion der Windmühle in Börger bestand darin, Buchweizen zu mahlen. Der Buchweizen wurde auf dem abgetorften Moorboden angepflanzt und diente den Bauern z.B. als Buchweizenpfannekuchen zur täglichen Nahrung.
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