Zum Werk
Ähnlich wie seine Plastiken zeichnet sich die Figur in der Radierung durch großflächige, kantige Formen aus, die teilweise in die Länge gezogen wirken (Oberkörper und Finger). Mit nervösen, teils sehr eng beieinander stehenden Strichen ist die Figur wiedergegeben. Sie bleibt anonym. Am Tisch sitzend hat sie die Hände auf die Tischplatte gelegt. Der Kopf ist auf die Hände gesenkt. Eine Hand ist dabei fast zu einer Faust geballt. Die beiden Daumen stützen die Stirnpartie ab. Der gesenkte Kopf sowie die kauernde Körperhaltung, die durch die hochgezogenen Schultern hervorgerufen wird, lassen auf Verzweiflung und Niedergeschlagenheit schließen.