„Ob Portrait, Gruppenbild, Landschaft oder Stillleben: immer öffnet er uns die Augen für das Vergängliche alles Existenziellen. Nichts ist da ganz geblieben. Wie die Menschen, so sind auch die Gegenstände stets beschädigt, oft irreparabel; Erinnerung nur noch an einstige Schönheit und Vollkommenheit. Alles erscheint unnütz und war doch einst so nützlich und brauchbar. Ist Samuel Bak demnach ein Pessimist? Ein Künder des Untergangs, der Apokalypse? Erahnt er etwa gar die Zerstörung unseres Universums? Die Symbolik seiner Gemälde ließe solcher Vermutung Raum. Den Künstler in diese Ecke zu stellen, würde bedeuten, die Zeichen, die er mit seinen Arbeiten setzt, misszuverstehen, ihn und sein Werk zu simplifizieren, ihn mit einem Etikett zu versehen, das schon deshalb nicht passen kann, weil es die Sehnsucht nach dem Unvergänglichen, dem in Ewigkeit Gültigen unberücksichtigt lässt. In Wirklichkeit ist Samuel Bak ein Warner. Warner müssen zwar mit dem Risiko leben, von ihrer Umwelt nicht verstanden zu werden, doch Warner warnen aus Liebe. Und Liebenden geben die Hoffnung nie auf.“ (Ernest Landau).