„Die Struktur meiner Bilder besteht aus einer selbstgemachten Zeichensprache, die ihre Wurzeln in unserer Zeit und in unserer Gesellschaft hat, und in die die sichtbar gemachten Erfahrungen der Geschichte und das Nebeneinander sehr unterschiedlicher Kulturen einfließen. Entscheidend ist für mich die Farbe – mit ihr wird ein Bild zum Leben erweckt. Stimmt die Farbkomposition, kann die Fabel des Bildes in den Hintergrund treten, wie bei einem Blumenstrauß, der nichts von seiner Schönheit verliert, auch wenn man die Namen und die Herkunft der Blumen nicht kennt.“ Nicht jeder Joan Mirò wird entdeckt, und hieße er auch nur als deutsche Variante Otmar Alt. Das will sagen, die nicht so bekannte Bilderwelt des Hans Könemund ist am ehesten mit der eben genannten zu vergleichen. Was nichts Epigonenhaftes in sich trägt – eher Geistesverwandtschaft andeutet, denn Hans Könemund ist als Erzähler seiner Träume genauso wortreich – detailfreudig, beredt und bunt, dabei übersprudelnd und erfrischend – auch wenn es immer dieselben „Wasser“, dieselben „Worte“ sind. In Könemunds riesigen Farbholzschnitten kehren eine Fülle von kleinen Formen, Figuren, Kürzel, wie Worte in einer Erzählung oder einem Gedicht wieder. Auf ihre „Konstellation“, ihre Beziehungen zueinander kommt es an und auf das Spiel der Farbe – die Könemund von Anfang an „eine Lust“ ist.